Ein Gespräch mit Michel Houellebecq, dem Enfant terrible der französischen Literatur, ist ein Kampf gegen das Schweigen.
Denn eigentlich will dieser Mann, dem der Skandal vorauseilt wie eine gut inszenierte Werbekampagne, nur schlafen. Murmelnd lässt er die Sätze, die er sich abringt, in das Mikrofon, das der Interviewer unter sein ausdrucksloses Gesicht geschoben hat, tröpfeln. Vor jedem Satz denkt er sehr lange nach. Das Vergnügen, befragt zu werden, das sich gelegentlich in einem verschämten Lächeln verrät, steht im Widerspruch zu der Qual, die ihm das Denken bereitet. Am liebsten würde ihn der Interviewer von der Qual des Denkens befreien, bis er erkennt: Dieser seltsame Mensch ...