Ein Schuss in die Nase, und alles wird gut. Die Studenten, die sich freiwillig für den Versuch gemeldet hatten, wussten nicht genau, was auf sie zukam. Sie waren zu einem Experiment am Institut für empirische Wirtschaftsforschung der Universität Zürich angetreten, bei dem ihr Investitionsverhalten unter dem Einfluss eines Hormons getestet werden sollte.
Im Labor wurden sie in zwei Gruppen aufgeteilt. Die einen, die «Investoren», erhielten ein Fläschchen mit dem Neurohormon Oxytocin oder einem Plazebo, das sie sich in die Nasenlöcher spritzten. Zusätzlich bekamen sie vom Versuchsleiter Geld, das sie in ein Projekt der zweiten Studentengruppe, der «Kreditnehmer», investieren konnten ...