Die Initiative für eine Fremdsprache in der Primarschule sei «ein zersetzender und verderblicher Vorschlag für unsere friedliche Koexistenz», wie es ein Vorstandsmitglied der staatlich unterstützten Sprachorganisation Pro Grigioni Italiano ausdrückt. Ähnlich apokalyptisch tönt es aus der Romandie, wo Lehrer an die nationale Solidarität appellieren, wenn einzelne Kantone mit dem Gedanken spielen, Französisch an der Oberstufe anzusetzen. Der Aufschrei weckt Misstrauen: Sind wir unsolidarisch und schlechte Schweizer, bloss weil wir uns einen besseren Sprachunterricht wünschen?
Während der Lehrplan 21 grossspurig von der Vereinheitlichung der Bildungsinhalte spricht, existieren in d ...