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Kommentar

Diskretion per Megafon

Frontberichte des Roten Kreuzes erscheinen neuerdings in der Weltpresse. So wird die Hilfsorganison selbst zum Krisenherd und kann ihren Auftrag nicht mehr erfüllen.
Das IKRK ist ein Monument. Seit 1863 sieht es sich der Linderung der Kriegsgräuel verpflichtet; Hunderttausende Gefangene besuchen seine Delegierten Jahr für Jahr. Doch seit George W. Bush den Krieg gegen den Terrorismus eröffnet hat, wandelt die ehrwürdige Institution auf Irrwegen. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz blickt zurück auf ein Jahr der schleichenden Politisierung. Was kein Grund zur Aufregung wäre, handelte es sich bei dem Komitee um eine der unzähligen internationalen Organisationen. Aber das IKRK ist etwas Besonderes: eine private Schweizer Institution, von Schweizern geführt und Prinzipien verpflichtet, die hierzulande bald nur mehr mythischen Charakter haben: ...
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