Lausanne
Im April 2022 kam es bei den Waadtländer Kantonalwahlen zu einer Riesenüberraschung. Im zweiten Durchgang der Exekutivwahl wurde die nicht einmal dreissig Jahre junge Valérie Dittli, Tochter eines Biobauern im zugerischen Oberägeri, die eben erst ihr Jus-Doktorat an der Universität Lausanne abgeschlossen hatte, in die Waadtländer Regierung gewählt.
Der blutjungen Präsidentin gelang es, die beiden Hähne kurzerhand vom Misthaufen zu verjagen.Sensationell war dies aus mehreren Gründen. Zuerst wegen des Alters der Gekürten aus dem Zuger Hinterland: Mit ihren 29 Jahren und 185 Tagen war Madame la conseillère d’Etat eines der jüngsten Regierungsratsmitglie ...