Ist ein Name nur Schall und Rauch? Oder: ein Programm? Letzteres würden die vier jungen Musiker, die sich 1995 unter dem Signum «Amar Quartett» zusammengeschlossen haben, wohl unterschreiben. Denn natürlich ist das Markenzeichen «Amar» historisch belastet, und das Ensemble musste sich vom Hindemith-Institut in Frankfurt erst legitimieren lassen. Paul Hindemith, deutscher «Klassiker» unter den modernen Komponisten, war in den zwanziger Jahren als Bratschist Mitglied des Amar-Quartetts gewesen, so benannt nach dem Primgeiger Licco Amar.
Es ist eine heikle Sache, sich mit einer Legende zu messen. Das heutige Amar Quartett ist freilich kaum zufällig ebendort gelandet. Die Zürcher haben ...