Man muss nicht alles essen, finde ich. Nicht alles, was irgendwo kriecht, fliegt oder schwimmt, ist so ästhetisch, dass man auch wissen möchte, wie es schmeckt. Schnecken gehören dazu, es kam mir noch nie in den Sinn, diese «Muscheln für Arme» zu essen, das sind einfach keine schönen Tiere. Als ich dann zum Mittagessen bei Philippe Rochat sass einem der besten Köche der Welt, 3 Michelin-Sterne, 19-Gault-Millau-Punkte und unzählige weitere Auszeichnungen und auf der Karte «Bouchées descargots de vigne aux truffes blanches du Piémont» (Fr. 80.) sah, bestellte ich todesmutig.
Die Schnecken kamen zu fünft, jede in einem Töpfchen, aufgegossen mit einer geschäumten, kräftig salzi ...