Der Fussball ist längst zum Big Business geworden. Die Transfersummen explodieren, die besten Spieler und Trainer verdienen mehr als Wirtschaftsführer. Sie pflegen die Selbstinszenierung oft stärker als die Leistungskultur. Jakob «Köbi» Kuhn war anders. Als Spieler dribbelte er die Gegner schwindlig und besass mehr Ballgefühl im kleinen Zeh als die meisten Konkurrenten in beiden Füssen. Als Trainer prägte er das Schweizer Nationalteam wie nur Roy Hodgson in der jüngeren Vergangenheit vor und nach ihm. Dabei blieb er aber immer sachlich und ruhig – lebte jene Bescheidenheit und Bodenständigkeit vor, die im Millionenspiel sehr selt ...