Es gibt nichts Subjektiveres als den Blick durch das Objektiv. Bilder können falsche Vorstellungen vermitteln, wenn man sie aus dem räumlichen und zeitlichen Kontext herausreisst. Ein Beispiel dafür liefert der Dokumentarfilm «Afrika – Der ausgeraubte Kontinent», den der öffentlich-rechtliche Sender Arte im Zuge der Kampagne «Why Poverty» zeigte, die von diversen NGOs und unter anderem auch von der Deza finanziert wird.
Geschickt baut der Film auf einen starken Kontrast: hier die herausgeputzte und reiche Zürcher Gemeinde Rüschlikon, wo Ivan Glasenberg haust, der milliardenschwere Hauptaktionär des Rohstoffgiganten Glencore; dort arme schwarze Kinder am Rande der Mopani-Mine in ...