Ende der siebziger Jahre leitete Klaus von Dohnanyi eine Nato-Übung im Auftrag des damaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt. Die Russen waren nach dem Plan der Übung auf dem Vormarsch, und die Nato sollte sie stoppen. Da entschieden die US-Vertreter, kleinere nukleare Sprengsätze über Deutschland abzuwerfen, um einen Sicherheitsgürtel gegen den weiteren russischen Vormarsch zu schaffen. Dohnanyi war, wie er in seinem Buch «Nationale Interessen» berichtet, überrascht, dass die USA eine solche Entscheidung treffen konnten, ohne Deutschland zu fragen. Er schrieb einen ärgerlichen Brief an Helmut Schmidt, der ihm daraufhin erklärte, wenn solche kriegsähnliche Entwicklungen in Eur ...