Dass die Propheten im eigenen Land nicht ernst genommen werden, ist die eine Misslichkeit; dass sie sozusagen schon als Prophetenlehrlinge gehegt und geschützt werden vor allen rauen Winden, die noch fatalere andere. Protektionismus, muss auch der schärfste Globalisierungsskeptiker einräumen, hat in der Kulturpolitik nichts zu suchen. In der schweizerischen ohnehin. Wer will schon ein «Schweizer Schriftsteller» sein? Gottfried Keller jedenfalls verstand sich als deutscher Schriftsteller aus der Schweiz, Max Frisch auch, über den Wäldern von Dürrenmatts Konolfingen «standen die Sterne», und Gerhard Meiers Niederbipp ist die Welt. «Der Nordost wehet, / Der liebste unter den Winden / ...