Herr Lewinsky, darf man öffentlich einen jüdischen Witz erzählen?Ja – wenn man einen guten kennt. Und ihn erzählen kann. Und ihn versteht.
Auch gute können als antisemitisch ausgelegt werden. Wo ist die Grenze des Erlaubten? Eine wirklich scharfe Linie könnte nur ein Zensor ziehen. Und ich mag keine Zensur – auch nicht die des politisch Korrekten.
Wie definieren Sie Antisemitismus, und wie nehmen Sie diesen in der Schweiz wahr?Als eine Form der Ausgrenzung, die immer dann besonders lästig wird, wenn sie gutgemeint daherkommt. Zum Beispiel, wenn mir dauernd Fragen zum Thema Judentum gestellt werden. Ich bin Jude von Geburt, nicht von Beruf.
Erzählen Sie mir trotzdem einen jüdisc ...