Spione scheuen die Öffentlichkeit. Doch für einmal machen die amerikanischen Geheimdienste eine Ausnahme. Zu Beginn dieser Woche haben sie als National Intelligence Estimate (NIE) eine Zusammenfassung ihrer neuen Erkenntnisse zur iranischen Atompolitik ins Netz gestellt. Und das mit gutem Grund: Jeder soll dort nachlesen können, dass die US-Geheimdienste ihre bisherige Einschätzung über die nukleare Aufrüstung des Irans gründlich revidiert haben. Was sie zu sagen haben, ist politisch äusserst brisant – zumindest auf den ersten Blick. Die Islamische Republik habe das Nuklearwaffenprogramm bereits vor vier Jahren eingestellt, sind die US-Geheimdienste überzeugt. Vor zwei Jahren hatt ...