Seit längerem fällt mir auf, dass die guten Köche immer dünner werden. Es scheint zu ihrem Berufsprofil zu gehören, dass sie kein gravitätisches Bauchprofil mehr haben und stets schlanker daherkommen als ihre Gäste. Vermutlich liegt das an den Kunden, die vom Umfang des Kochs reflexartig auf ihren eigenen schliessen: Einer ohne Bauch kocht auch so, dass ich keinen Bauch kriege.
Zum Glück stimmt dieser Primitivpragmatismus meist hinten und vorne nicht. Ich sitze in der «Traube» in Trimbach (einen knapp halbstündigen Spaziergang vom Bahnhof Olten entfernt). Da empfiehlt sich mit Arno Sgier einer der schmalsten Würfe, die mir unter den Schweizer Spitzenköchen je begegnet sind. In ...