Man macht sich auf eine gehörige Portion Sozialromantik gefasst, wenn das «Echo der Zeit», das Nachrichtenflaggschiff von Radio DRS, «Gedanken über die alte, die neue und die wahre Heimat am Vorabend der Asylrechtsdebatte im Nationalrat» ankündigt. So viel verklärendes Pathos, wie das in dem darauffolgenden Beitrag den Hörern zugemutet wird, ist dann aber selbst für den staatsÂnahen SRG-Sender aussergewöhnlich.
DRS-Redaktor Sascha Buchbinder besuchte mit einer Tamilin und einem Tamilen die Asyldebatte im Ständerat. «Bern, Bundeshaus, Hintereingang – hier steht an, wer nicht dazugehört», sagt Buchbinder mit dumpfer Stimme, als berichte er über eine Gassenküche in einem af ...