Die Lage: «Gute Menschen sind langweilig, nur böse Menschen haben Stil», sagte der Filmer David Lynch, stellvertretend für viele kluge Köpfe. Richtig? Für Philosophen beweist das Böse geistige Unabhängigkeit, also die Freiheit. Künstler schätzen an Schurken den Mut und das dramatische Potenzial. Echte Praktiker hingegen begründen ihre Bösartigkeiten weit nüchterner: mit Realismus. Andrerseits: Stimmt das? Betrachtet man die Asyldebatte im Ständerat, zweifelt man daran, dass Boshaftigkeit etwas mit Freiheit oder Mut zu tun hat. Geschweige denn mit Realismus oder Eigennutz. So plädiert nicht nur Bundesrat Blocher, sondern auch die FDP und Sie von der christlichen CVP für eine V ...