Intellektuelle sind verführbar, neigen zu Rechthaberei, ballen sich gerne zu Haufen von Gleichgesinnten wie in einer Ameisenmühle und werden unausstehlich, gar gefährlich, wenn sie moralinsauer zwischen Gut und Böse unterscheiden. Eine treffliche Analyse der Aktualität mit seinem den öffentlichen Diskurs beherrschenden neuen Justemilieu. Die Wiedergänger der Grossinquisitoren meinen, im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein, und merken nicht, dass sie in einer luftdicht von der Realität abgeschlossenen Käseglocke intellektuelle Bocksprünge aufführen, deren Wichtigkeit nur von ihnen selbst wahrgenommen wird.
«Si tacuisses, philosophus mansisses.» Hätte Roger Köppel es in sei ...