Was auffällt, ist seine Ruhe. Während das Abstimmungsergebnis vom Sonntag ein mittleres politisches Erdbeben auf dem Kontinent ausgelöst hat, sitzt er entspannt im Fauteuil einer Hotellobby im Berner Oberland. An den Wänden hängen Kühe in Öl, draussen blenden die Alpen im Neuschnee. Er wolle eigentlich keine grossen Interviews geben, jetzt frage auch noch die Washington Post, sagt er. Ob das wirklich etwas bringe?
Die Frage ist nicht rhetorisch. Es ist ein Moment des Triumphs, doch Christoph Blocher, Stratege der Schweizerischen Volkspartei (SVP), ehemaliger Bundesrat und Unternehmer, bleibt fokussiert, denkt bereits weiter. Nüchtern, mit gedämpfter Stimme seziert er die fiebrige E ...