Erstmals durchbrach das Schweizer Fernsehen eine historische Schallmauer. Es war eine Schallmauer gegen unten.
Im April und im Mai 2011 schauten im Schnitt nur noch 29,2 und 29,8 Prozent der Zuschauer die drei Deutschschweizer Kanäle SF 1, SF 2 und SF Info. Noch nie zuvor in der Fernsehgeschichte war der Marktanteil der vereinigten Staatssender unter 30 Prozent gefallen.
Es ist nur eine Zwischenbilanz, zugegeben. Aber sie ist prekär. Denn die Zahl 30 ist im Service public eine magische Grenze. 30 Prozent Marktanteil sind für öffentlich finanzierte Kanäle eine Art mediale Maginot-Linie. Wird sie durchbrochen, ist die Front offen. Wenn weniger als 30 Prozent des Publikums ein staa ...