«Kampftrupp» Gottes: So bezeichnet sich das Opus Dei selbst. Im heimischen Spanien nennt man es aber auch einfach die «heilige Mafia». Das Opus empfiehlt die Selbstauspeitschung als spirituelles Exerzitium, propagiert ein archaisches Bild von der Frau als «minderwertigem Wesen», gerät des Öfteren durch Verbindungen zu dubiosen Geschäftsleuten in die Schlagzeilen und trägt noch heute schwer an massiven Altlasten aus der faschistischen Diktatur des Generals Franco. Geheimbündlerisch, reinheitsfanatisch, von abstrusen Virilitätsidealen fasziniert – alle Elemente des religiösen Fundamentalismus sind im ideologischen Arsenal der «spirituellen Vereinigung» versammelt. Während des ...