Die dunkelhaarige Araberin, die im Flugzeug von Zürich nach Riad in der Reihe neben uns sass, war Anfang dreissig, hatte warm schimmernde Augen, feine, schlanke Hände und trug eine enge, tief ausgeschnittene Bluse. Wenn sie die Sitze hindurchging, tat sie dies mit der schwebenden Selbstverständlichkeit einer Frau, die weiss, dass sie schön ist. Kurz nach der Landung in Riad, der Hauptstadt Saudi-Arabiens, vollzog sie eine verblüffende Verwandlung. Sie verschwand nicht nur unter der Abbaya, dem kohlschwarzen Umhang, und unter dem Gesichtsschleier, sie bewegte sich auch plötzlich anders. Ihre Schritte wurden kürzer, sie trippelte hinter ihrem Mann her, und sie zog die Schultern ein, wie ...