Wäre es nach Péter Nádas gegangen, so sässe er heute nicht da. «Ich war den Ärzten sehr böse», sagt er. «Ich wollte nicht zurück.» Doch er musste. Nádas’ Rückkehr, für ihn selber eine Qual, ist für uns ein Glück. Seiner Beobachtungsgabe (er ist ausgebildeter Fotograf) und seiner Schreibkunst (er ist Schriftsteller von Beruf) verdanken wir die vielleicht präziseste Schilderung einer Erfahrung, die zum kollektiven Gedächtnis der Menschheit gehört: die sogenannte Nahtod-Erfahrung.
1993 erlitt der damals fünfzigjährige Péter Nádas in seiner Heimatstadt Budapest auf offener Strasse einen Herzinfarkt. Auf die Medikamente zur Blutverflüssigung, die ihm die Ärzte verabreic ...