Auf seinen Recherchen stiess Terrorexperte Evan Kohlmann Anfang Oktober im Internet auf die Provideradresse 129.194.8.73 – jene des Zentralrechners der Uni Genf. Es stellte sich heraus: Über das Uni-Portal werden seit diesem Sommer massenhaft Enthauptungsvideos, Selbstmordattentat-Filme und Anleitungen zum Waffenbau vertrieben. «Ein grosser Fall», so Kohlmann, «der Genfer Internet-Dschihadi gehört zu den aktivsten Uploadern von Terrorpropaganda weltweit.»
Kohlmann, der in regelmässigem Kontakt mit der Weltwoche steht, informierte die Redaktion. Doch als Auslandredaktor Urs Gehriger versuchte, die Verantwortlichen an der Genfer Uni auf die Ungeheuerlichkeit aufmerksam zu machen, legt ...