Die Weltwoche hatte sich als eines der wenigen Schweizer Medien und als eines der wenigen in Europa für den Sturz Saddam Husseins mit Waffengewalt ausgesprochen. Weitsicht oder grobe Fehleinschätzung? Zwei Jahre nach dem offiziellen Kriegsende ist Zeit für eine Zwischenbilanz.
Das Wort haben als Erste die US-Soldaten, zu denen Journalisten im Irak weit seltener Zugang bekommen als zur Bevölkerung. In bisher weitgehend unveröffentlichen Briefen an Angehörige und Bekannte erzählen sie ihre Wirklichkeit. «Lieber Mr. Moore», schreibt etwa ein aus dem Irak zurückgekehrter US-Soldat an den Kriegsgegner und Dokumentarfilmer Michael Moore, «es scheint, dass alles ganz umsonst war, denn w ...