Der Schweizer Tariq Ramadan, islamistischer Publizist und Prediger, wurde kürzlich von der Zeitschrift Time zu einer der hundert einflussreichsten Persönlichkeiten der Gegenwart gewählt. Der erfolgreiche Missionar für einen «Euroislam» konnte durch unablässiges Postulieren des «interkulturellen Dialogs» auch Förderer im nichtmuslimischen, vor allem linksgrünen Milieu gewinnen. Weniger dialogbereit erwies sich der 42-jährige Ramadan allerdings im Gespräch mit den Weltwoche-Redaktoren Hanspeter Born und Eugen Sorg. Nach wenigen Minuten brach er das Interview wütend ab. Kollege Born lief ihm nach und lud ihn inständig ein, das Gespräch wieder aufzunehmen, aber Ramadan liess sich ...