Anfang Woche ist der amerikanische Wahlkampf in die letzte Phase getreten. Die grossen Debatten zwischen Präsident George W. Bush und seinem Herausforderer John F. Kerry sind vorbei. Nun tobt – waren Kriegsmetaphern je angebrachter? – die Entscheidungsschlacht um die letzten Unentschlossenen. Abermals wägen Kommentatoren die Argumente ab, durchleuchten Wahlversprechen, analysieren Krawatten-farben, Mimik und Händedruck, als ginge es um einen Schönheitswettbewerb. Wie vor vier Jahren zeichnet sich ein über alle Massen knappes Ergebnis ab. Könnten die Europäer mitstimmen, wäre das Rennen freilich längst gegen Bush und zugunsten von Kerry gelaufen. Die Schlüsselfrage, die die Mens ...