Die Al-Qaida-Bomben auf Madrider Vorortszüge haben Europa eine Bedrohungslage vor Augen geführt, deren Bedeutung noch nicht abzumessen ist. Spaniens abgewählte konservative Regierung unter Aznar bewies in den 48 Stunden nach dem Attentat einen eklatanten Mangel an politischer Leadership. Eingeschüchtert durch eine Opposition, die Spaniens Entscheid, an der Seite Amerikas in den Irak-Krieg zu marschieren, zur Ungeheuerlichkeit erklärt hatte, verstrickte sich das Regierungslager in eine Politik des schlechten Gewissens und versuchte, der Öffentlichkeit einen Bären aufzubinden. Statt den Leuten zu erklären, dass die islamistische Bedrohung real und nur durch entschiedene Härte im Verbu ...