Der russische Schriftsteller Alexander Solschenizyn gab letztmals im März 2000 ein Interview, und zwar dem Spiegel. Danach meldete er sich noch einmal in der russischen Zeitung Argumenty i Fakty zu Wort und beschloss, fortan zu schweigen. Als das russische Staatsfernsehen RTR im vergangenen Jahr einen Dokumentarfilm über das Leben des Nobelpreisträgers produzierte, bestand Solschenizyn darauf, dass ein Kamerateam in die Schweiz flog. Dieses sollte sich mit Weltwoche-Autor Peter Holenstein über die Umstände einer aus der DDR gesteuerten Diffamierungsaktion unterhalten, mit der Solschenizyn 1976 als KGB-Agent entlarvt werden sollte. Der Schriftsteller war zwei Jahre zuvor in die Schweiz e ...