Die vor siebzig Jahren von den zwei begabten Luzerner Journalisten Karl von Schumacher und Manuel Gasser gegründete Weltwoche war, was sie bis heute geblieben ist: ein Wagnis. Im Gegensatz zur Tageszeitung, die immer ihr Publikum haben wird, solange sie professionell über die Ereignisse berichtet, stellt das Wochenblatt einen an sich überflüssigen Luxus dar. So musste auch die Weltwoche von Beginn weg um ihr Überleben kämpfen und eine anspruchsvolle Leserschaft immer wieder durch besonders kluge, einfallsreiche, spannende oder amüsante Artikel neu gewinnen.
Der Anfang war zäh. Von Schumacher verordnete der Weltwoche, deren erste Ausgabe kurz nach Hitlers Machtergreifung erschien, ein ...