Das internationale Terroristengewerbe floriert. In Mali haben die Entführer der Sahara-Geiseln für die Freilassung ihrer Opfer einen stattlichen Millionenbetrag kassiert. In Jerusalem und in Bagdad töteten Bombenleger kurz vor Redaktionsschluss dieser Ausgabe Dutzende von Unschuldigen. Ausgeprägt ist die Fähigkeit des Mörders, seiner Bluttat die Weihe weltanschaulicher Notwendigkeiten zu verleihen. Man kennt die Motivlage fanatisierter Islamisten: Ausgestattet mit dem «göttlichen Freibrief zur Schlachtung» (Wolfgang Sofsky), redet sich der hassbeseelte Märtyrer ein, im Auftrag höherer Mächte zu amten. Die Wollust am Morden bricht sich Bahn dank einer Tötungsenthemmung, die es be ...