Das Schweizerdeutsch ist weder durch die Verfassung geschützt, noch wird es amtlich wesentlich gefördert: Für die Literatenzirkel, denen die Kulturbürokratie Gehör schenkt, steht die Mundartliteratur bis heute unter dem Grundverdacht der Heimattümelei und ist daher nicht salonfähig. Die puristischen Sprachpatrioten auf der anderen Seite beklagen eine fortschreitende Verluderung und Aushöhlung der überlieferten Dialekte. Dessen ungeachtet entwickelt sich die Mundart unverdrossen weiter, schleift sich ab, bereichert sich mit Anglizismen, freut sich an Teutonismen und schmückt sich mit Albanismen. Sie ist, was sie immer war: ein bunter, quicklebendiger Bastard, der sich um keinerlei K ...