Sekten sind Maschinen der Lebensvereinfachung, sinnstiftende Apparate, denen sich die Menschen wie Prothesen andienen. Sorry, Hugo Stamm, aber es sind nicht nur Manipulierte, Schwachsinnige und andere Opfer, die dem süssen Gift der Unfreiheit erliegen. Viele lassen sich freiwillig ins Kollektiv entsorgen, vermutlich, weil es einfach anstrengender ist, sich dem Alltag ohne ein Stützgerippe unhintergehbarer Gewissheiten zu stellen. Die jüngsten Entwicklungen um die angeblich klonende Raëlianersekte haben uns zu ein paar Artikeln ermuntert: Eugen Sorg erforscht den Zusammenhang zwischen Sex und Sektenheil. Jacqueline Schärli und Marianne Fehr haben einen auf der Dominikanischen Republik z ...