Einst war die Schweizer Armee die heilige Kuh der öffentlichen Debatten. Wer sich getraute, die Waffenbeschaffungspraktiken und Geldkanäle des Militärdepartements zu durchleuchten, galt rasch als vaterlandsloser Geselle, als von Moskau ferngesteuerter Kommunist. Heute stehen unsere Sozialwerke unter Denkmalschutz. Kritik wird verdrängt. Dabei sind die Missstände erkannt, selbst unter Sozialarbeitern regt sich Unmut. Weltwoche-Reporter Alex Baur hat Protokolle durchforstet, Fallstudien unternommen und Kostenrechnungen gemacht. Seine Recherchen belegen: Wer in die Fürsorgekammern des Staates gerät, hat keinen Grund, diese freiwillig zu verlassen. Vor allem die üppigen Zusatzleistungen ...