Schon wenige Tage nach ihrer schweren Niederlage bei den Ausländervorlagen gab die SP Entwarnung. Eine eigene Initiative zum Thema Ausländer, so liess Parteipräsident Hans-Jürg Fehr verlauten, plane man nicht, das Feld sei von der SVP besetzt. Stattdessen will sich die Partei auf ihr Kerngeschäft soziale Gerechtigkeit konzentrieren. Was auf den ersten Blick vernünftig klingt, könnte sich im Rückblick als Jahrhundertfehler erweisen. Es ist eine alte Klage: Die schweizerische Linke tut sich schwer, der neuen Herausforderung der Immigration auf offensive Art und Weise zu begegnen. Eingeschüchtert vom selbst so oft und leichtsinnig geäusserten Rassismusverdacht zieht sich die SP in die ...