Als Auslandredaktor Urs Gehriger letzte Woche nach Recherchen im Iran die Heimreise antrat, sass in der ersten Klasse der Lufthansa-Maschine ein erschöpfter Mann: Mohammed al-Baradei. Einen Tag lang hatte der Chef der Uno-Atombehörde versucht, die Iraner zur Mässigung ihres Nuklearprogramms zu überreden. Selten war eine Mission so aussichtslos. Just vor Baradeis Ankunft hatte Irans Präsident Achmadinedschad den Tarif durchgegeben: «Der Iran ist Atomstaat.» Iranischen Wissenschaftlern sei es erstmals gelungen, Uran anzureichern. Kein Iota werde Teheran von seinen Atomplänen abweichen. Baradei, an diplomatische Niederlagen gewöhnt, trug auch diesen Affront mit Fassung: «Die Zeit für ...