Es geschah am helllichten Tag. Wir sassen in einem Restaurant in Zürich; an den nächsten Tisch – so glaubte ich später aus dem Halbdunkel meiner Wahrnehmung rekonstruieren zu können – setzte sich ein Mann, mit dem Rücken zu uns. Als mein Gegenüber kurze Zeit später bezahlen wollte, tastete er vergeblich nach seinem Portemonnaie in der Innentasche des Jacketts, das er über die Stuhllehne gehängt hatte. Es war weg – wie der Mann, der kurz zuvor noch hinter ihm gesessen hatte.
In der Stadt Zürich wurden im vergangenen Jahr knapp 4500 gestohlene Geldbeutel und Brieftaschen gemeldet. Tatsächlich dürfen es doppelt so viele sein, schätzt die Polizei. Denn obwohl volkswirtschaftli ...