Es ist gut, sich mit einem historisch versierten Kollegen zum Essen zu treffen. Der weiss dann, dass «Sankt Meinrad» nicht nur der Name des Restaurants ist, sondern auch der eines Heiligen, auf den das Kloster Einsiedeln zurückgeht. Trotzdem bleibt die Frage unbeantwortet, warum das Lokal nach dem Heiligen benannt ist. Der Koch heisst zwar Tobias Meinrad Buholzer, aber trotz seiner Taten ist von einer Heiligsprechung abzusehen.
Es ist ein schmaler Grat zwischen wirkungsvollen Effekten und Effekthascherei, auf dem manche Köche wandeln. Als Begrüssung steht auf den Tischen eine Installation mit hausgemachten Grissini, Parmesan-Meringue und einer Plastikpipette mit geräuchertem Olivenöl ...