Es ist nicht immer leicht, Ehrbach zu folgen. Insgeheim schreibt er das seiner intellektuellen Überlegenheit zu. Er lernt leichter, begreift schneller, blickt besser durch und so weiter. Das alles verschafft ihm einen Wissensvorsprung, der ihm manchmal fast selber peinlich ist. Ehrlich. Es ist kein reines Vergnügen, ständig allen, mit denen man zu tun hat, überlegen zu sein. Da fühlt man sich wie ein Zweimetermann mitten unter Normalgewachsenen.
Und wie ein Zweimetermann versucht man, sich etwas kleiner zu machen. Man gewöhnt sich einen gebückten Gang an und geht etwas in die Knie, wenn man mit kleineren Leuten spricht.
Ehrbach kann sich mit seinen Einszweiundsiebzig zum Glück darau ...