Des grossen Sultans Reisen sind unerforschlich. Recep Tayyip Erdogan, 62, der türkische Präsident mit Allmachtsanspruch, flog mit einem Blätz des Tuches der Kaaba, des höchsten islamischen Heiligtums, im Gepäck nach Louisville, Kentucky, um dem toten Muslimbruder Muhammad Ali seine Reverenz zu erweisen. Und offenbar wünschte er dort eine Abschiedsrede im Fokus der Weltöffentlichkeit zu halten, was Alis Familie vereitelte. Erdogan reiste Âwütend ab. Er lässt derzeit kein Fettnäpfchen aus, um sich majestätisch beleidigt zu fühlen. Vor allem Angela Merkel und die Deutschen Âhaben es ihm angetan. Ist er ein egomanischer Brandstifter oder nur das leicht entflammbare narzisstische ...