Mit dreijähriger Verspätung beginnen in einigen Grossstädten die Demonstrationen gegen die Banken und die Finanzindustrie («Occupy Wall Street»). Das Thema wird in den Medien grossflächig aufgemacht. Angeschlagene Politiker und in Bedrängnis geratene Notenbankpräsidenten mischen sich fast unterwürfig in den Chor der Protestierenden. Merkwürdig bleibt, warum die Demonstrationen gerade jetzt lanciert werden. Es ist der falsche Zeitpunkt. Vor drei Jahren, am Siedepunkt der «Subprime»-Krise, als ein paar US-Banken, die sich vertan hatten, zusammenkrachten und eine UBS wankte, wäre es vielleicht noch nachvollziehbar gewesen. Heute sind wir mit dem Problem hochverschuldeter Staaten vo ...