Jahrzehnte brauchte es, bis sich im deutschen Sprachraum herumgesprochen hatte, dass John Updike doch nicht der Trivialitätentandler war, der seine Leser mit Ehebruchsgeschichten (man kann es nicht anders sagen) bei der Stange hielt. Diese Lektüre wurde nicht wenig gefördert durch das segensreiche Wirken von Marcel Reich-Ranicki, der in dem amerikanischen Grund- und Universalroman «Bessere Verhältnisse» (im Original: «Rabbit is Rich») wieder nichts Besseres als den «Sexroman dieser Jahre» entdeckt haben wollte.
Seit den späten Fünfzigern hat Updike in vier Romanen diesen jedermännischen Rabbit begleitet, sein unstetes Wesen verfolgt, ihn die Krisen durchleben lassen, unter dene ...