Schon immer gab es Zeitgenossen, die in Âjeder technischen Neuheit, die ins soziale Leben eingreift und es mitzubestimmen beginnt, eine Hölle der Verderbnis sahen; ein Erzübel, das die Gemeinschaft in die Entartung treibt. Was wurde nicht schrecklich gewehklagt, als sich Gutenbergs Druckerpresse durchsetzte. Sie war Grund für physische Gebrechen (krummer Rücken, ÂAugenleiden), und auch das soziale Miteinander galt als schwer gefährdet – die «Leseratte», die sich von den Âanderen absentiert. Inzwischen ist das Buch ein hohes Kulturgut, dafür kamen dann halt Zeitung, Telefon, Radio, Fernsehen und Internet an den Pranger. Es wurden die Âimmergleichen austauschbaren Argumente vorge ...