Im Januar ass ich mit Gottfried Locher in Bern zu Mittag. Nicht in allen Dingen waren wir gleicher Meinung, doch merkte ich einmal mehr, dass ich einem klugen, freundlichen und offenen Theologen gegenübersass, der darum ringt, die biblischen Inhalte mit den gegenwärtigen Herausforderungen zu verknüpfen. Ich hatte den Eindruck, dass das Präsidium der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) gut besetzt ist. Gut heisst nicht makellos. Nähme man eine Utopie zum Massstab, schnitte die Realität schlecht ab. Solches Nirwana-Denken ist jedoch vom Evangelium weit entfernt. Die Jünger Jesu waren Menschen aus Fleisch und Blut mit Schwachstellen. Das weiss auch & ...