In Shakespeares «Sommernachtstraum» will Zettel den Löwen spielen: «Ich will brüllen, dass es den Leuten im Herzen wohl thun soll.» Sergio Castellitto gebärdet sich in «Non ti muovere», verfilmt nach dem von seiner Gattin Margaret Mazzantini geschriebenen Bestseller «Geh nicht fort», wie ein echter Zettel. Als Hauptakteur und Regisseur in Personalunion zelebriert er Männlichkeit, damit es «im Herzen wohl thun soll»: eitel im Selbstmitleid; eitel im Schmerz; eitel in der Selbstentblössung. Ganz «père noble», herber Schweigsamkeit verpflichtet, leicht triefig im Blick, mit kernigem Nimbus.
Timoteo ist erfolgreicher Chirurg und wird mit einem Schicksalsschlag konfrontiert: Se ...