Herr Trichet, wie schwer ist es Ihnen gefallen, die EZB ausgerechnet mitten in der Finanzkrise zu verlassen?
Wir erleben in Europa derzeit die grösste Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg, die im Falle falscher Entscheidungen auch zu einer grossen Depression und damit zur schlimmsten Krise seit dem Ersten Weltkrieg hätte führen können. Es ist klar, dass ich weitaus lieber zu einem ruhigeren und sichereren Zeitpunkt abgetreten wäre, aber um die Unabhängigkeit der EZB nicht zu gefährden, war mein Mandat nun mal auf insgesamt acht Jahre beschränkt. Diese Regelung habe ich zu respektieren.
Was haben Sie Ihrem Nachfolger Mario Draghi mit auf den Weg gegeben?
Wir haben seit Jahren ...