«Ich glaube», sagte Leander Haussmann in einem Interview, «wir waren die unmotivierteste Armee aller Zeiten.» Offenbar auch eine reichlich absurde. Denn was Haussmann, ehemaliger DDR-Bürger und Regisseur der Filme «Sonnenallee» und «Herr Lehmann», der 18 Monate dienen musste, in seinem neuen Film «NVA» (Nationale Volksarmee) an Erfahrungen präsentiert, ist mehr Wirklichkeit als Satire. Eine Satire muss überspitzen; hier reicht Realitätsabbildung, um das Ziel zu erreichen.
Beim Exerzieren werden den Rekruten so sinnvolle Dinge beigebracht wie «angestrengt, aber ausdruckslos» beim Stillstehen zu blicken. Im Unterricht wird über die Musik referiert: «Unsere Statiker haben Stat ...