Im Takt des Zeigefingers - Huch, ein Protestsänger! Billy Bragg, ein quasiamtlicher Sozialist-Singer-Songwriter der mittleren Generation, Dauerkunde an Gewerkschaftsanlässen und aufrührerischen Nachmittagen seit den frühen Tagen Margaret Thatchers. Ein Eins-zu-eins-Engagierter, dessen Gitarrenspiel klingt, als würde er zehnmal pro Song mit ausgestrecktem Arm auf die wunden Punkte der Gesellschaft zeigen. Ganz erstaunlich deshalb, dass da etwas rüberkommt, dass man sich einen – na ja – aufrechten Kerl vorstellt hinter diesen Songs, hinter dieser Stimme. Einen mit Jeans, Holzfällerhemd und gradem Blick, mit welchem ein Bier zu trinken nicht falsch sein könnte. Die Verhältnisse mü ...