Ein Botschafter hat kein Recht auf Lüge
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Ein Botschafter hat kein Recht auf Lüge
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«Affäre Borer»

Ein Botschafter hat kein Recht auf Lüge

Die «Affäre Borer» ist eine Seifenoper des Boulevardjakobinismus und ein Musterbeispiel für die Mechanik der politischen Intrige
«Es ist Zeit zum Zweifel an unserer Zunft», meinte in einer Sonntagsblick-Kolumne vor dreieinhalb Jahren Frank A. Meyer. Der Chefpublizist des Hauses Ringier kritisierte den Enthüllungs- und Transparenzwahn seiner Berufskollegen in der Clinton-Lewinsky-Affäre. Lügen im Schlafzimmer sei ein Menschenrecht, argumentierte Meyer, die «fröhliche Jagd auf den Schürzenjäger im Präsidentenrock» der Ausfluss einer bigotten Untersuchungsmanie, die «aus privaten Schwindeleien öffentliche Lügen macht». Meyer resümierte: «Könnte es sein, dass die Menschen ahnen, wie wichtig es wäre, die öffentliche Debatte wieder der öffentlichen Sache zu widmen?» Die Worte des Chefpublizisten verhal ...
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