Es ist verständlich, dass Experten, deren Gewissheiten durch neue Fakten in Frage gestellt werden, reflexartig davon ausgehen, ihre Kritiker täuschten sich. Im Fall des falschen van Goghs im Zürcher Kunsthaus hiess es sofort, wir hätten unrecht, wenn wir die Autorschaft beim Porträt mit dem verbundenen Ohr und der Pfeife anzweifelten, schliesslich werde das Gemälde doch in allen relevanten Katalogen van Gogh zugeschrieben. Aber gerade wegen dieser – aus unserer Sicht irrtümlichen – universellen Akzeptanz ist es uns ein Anliegen, aufzuzeigen, wieso sich die Zuschreibung von «L’homme à la pipe» an van Gogh nicht rechtfertigen lässt.
Kein Platz für weiteres Selbstbildnis
Der ...