Der vielleicht verhassteste aller Präsidenten der Fünften Republik, der nach Meinung seiner Gegner wegen Veruntreuung ins Gefängnis gehört, ist mit einem Traumergebnis – 82 Prozent! – im Amt bestätigt worden. Keine Frage, dass Jacques Chirac seinen surrealen Sieg einer einmaligen kuriosen Verkettung von Umständen verdankt, die den zweiten Wahlgang zu einem Referendum gegen den Faschismus hatte werden lassen. Aber man vergisst schnell, wie ein Präsident gewählt wurde – wer erinnert sich an Florida und Al Gore? Jetzt ist er wiedergewählt. Wenn Chirac und sein neuer Ministerpräsident, der gemütliche Jean-Pierre Raffarin, in den nächsten Wochen ihre Karten richtig spielen, soll ...